codecentric @ W-Jax 2008, Tag 2, 05.11.2008

Heute ist der zweite Konferenztag auf der W-Jax 2008, der führenden Konferenz für umfassendes Know-how im Java-Umfeld. Die Konferenz, die sich an Softwareentwickler, Projektleiter und Architekten richtet, beschäftigt sich mit den wichtigsten Aspekten erfolgreicher Enterprise-Projekte.

Unsere Berater und Entwickler nutzen diese Veranstaltung, um sich auf den neuesten Stand zu aktuellen Technologie-Trends, Strategien und den Einsatz der jeweiligen Technologien zu bringen.

Hier eine Auswahl der Speaker Slots und Sessions des zweiten Konferenztages

Portal 2.0: Bringing Social, Web 2.0 and SOA together for the Enterprise (Brian Chan)

Die Keynote von Brian Chan über Liferay bot bis auf einige Websites von Kunden, welche Liferay nutzen, wenig Neues im Vergleich zu seiner Präsentation auf der JAX 2008 in Wiesbaden, welche damals wesentlich “codelastiger” war. Es wurden die typischen Infrastrukturen in einer Firma, mit ihren individuelle Vorteilen aufgezeigt, wie z.B. Blogs oder Wiki um später im Vortrag dann in Liferay gebündelt zu werden.

Brian Chan ist ein sympathischer, lockerer Kerl mit einer Passion für soziale Netzwerke und leitet die Architekturabteilung bei Liferay.

Die Keynote ließ wenige Fragen offen, da Liferay in jedem Fall ein sehenswertes Produkt ist und in der Keynote viel vom System anhand von Beispielen präsentiert wurde.

Insgesamt eine gute Keynote, aber mit wenigen neuen Informationen.

Fazit: Liferay ist einen Blick wert!

Marc van den Boogard, IT Consultant @ codecentric

Batch-Verarbeitung mit Spring Batch (Agim Emruli)

Batch-Verarbeitung ist kein besonders populäres Thema (O-Ton, Agim Emruli von SpringSource). Dabei ist die Verarbeitung von sequentiellen, nicht interaktiven Aufgaben in sehr vielen Anwendungen von Bedeutung.

Typische Aufgaben eines Batches sind Konvertierung von Massendaten, sowie Validierung, Extrahierung, Aktualisierung und Export.

Anforderungen an solche Systeme:

  • Hoher Durchsatz
  • (Kontrollierter) Restart
  • Sequentielle Abarbeitung
  • partielle, parallele Verarbeitung

Spring Batch bietet hierfür ein sehr leichgewichtiges Framework, welches diesen Anforderungen gerecht wird.

Prinzipiell geschieht eine Batch-Verarbeitung wie folgt. In einem Batch-Job werden ein oder mehrere Batch-Steps durchgeführt, die immer wieder die gleichen Aufgaben bearbeiten:

  1. Mit einem ItemReader wird ein Datensatz ausgelesen.
  2. Mit einem ItemWriter wird dieser Datensatz verarbeitet und wieder persistiert

Ein solcher Batch-Job kann nun über verschiedene Wege gestartet werden. Kommandozeile, Quartz und JMX sind hier nur kleine Beispiele.

Fazit: Spring-Batch ist ein gutes Framework, welches eine sequentielle, oft durchgeführte Verarbeitung leicht implementierbar macht. Und: Es ist das einzige OpenSource Framework für diese Art von Aufgaben.

Thomas Bosch, IT Consultant @ codecentric

Geschäftsprozesse und Regeln mit jBPM & Drools – ein unschlagbares Team (Bernd Rücker)

Von JBoss gibt es zwei Bibliotheken, die BPM (Business Process Management) und BRM (Business Rules Management) anbieten – jBPM und Drools.

Über JBoss jBPM lässt sich mit Hilfe eines gerichten Graphen ein Prozess deklarieren. Dieser Prozess wird über BPM Knoten für Knoten durchlaufen. So lässt sich auf sehr ausführliche Weise ein Workflow für seine Geschäftslogik definieren.

JBoss Drools ist eine Regelmaschine, die es ermöglicht, ebenfalls deklarativ Regel für die Geschäftslogik zu erstellen. Zu einem definierten Zeitpunkt wird auf einen Arbeitsspeicher, der zuvor mit Daten befüllt wurde, eine Menge von Regeln angewandt, die dann zu einem Ergebnis führen welches ausgewertet werden kann.

Mit Hilfe von Drools lassen sich Regeln sehr einfach darstellen, so dass auch Fachbereiche die Logik einer solchen definierten Regel nachvollziehen können. Über spezielle Tools lassen sich sogar Excel-Dateien in Drools importieren.

Ein großer Vorteil solcher Regelmaschinen ist, dass sie vom restlichen Code der Geschäftslogik entkoppelt sind und sich sogar zur Laufzeit anpassen bzw. austauschen lassen.

Fazit: Drools bietet eine sehr gute Lösung Geschäftregeln einfach abzubilden. Die große Stärke der Kombination mit jBPM sehe ich jedoch nicht.

Thomas Bosch, IT Consultant @ codecentric

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Tim van Baars

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