JAX 2009 – Der erste Tag

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Trotz der Krise konnte die JAX 2009 die Teilnehmeranzahl im Vergleich zu 2008 in etwa halten – das war eine wichtige Aussage bei der Begrüßung der Teilnehmer durch Sebastian Meyen. Aus meiner Sicht kann man das auch sehen – es sind wieder viele Firmen auf der begleitenden Messe vertreten und auch die Schlangen an den Catering Tischen sind nicht kürzer geworden.

codecentric ist dieses Jahr Silber Sponsor und wir konnten unseren Messestand, nicht ganz ohne Stolz, deutlich vergrößern.

Das codecentric Team der JAX.Insgesamt sind wir mit acht Leute auf der JAX – natürlich auch um die aktuellen Trends und Technologien aufzunehmen und selber Präsentationen zu halten. In diesem Jahr halten wir auch selber drei Vorträge. [1, 2, 3] zu unseren Kernthemen Agilität und Java Performance.

An unserem Stand kann man sich vor Allem zu unserem Meet the Experts informieren und an der Performance Studie 2009 teilnehmen – wie auch im letzten Jahr erfreut sich gerade die Studie großer Beliebtheit. Das Ergebnis der Performance Studie 2008 kann man sich bei uns am Stand in gedruckter Form kostenfrei abholen.

Gestern habe ich mir einige Sessions zum Thema „neue Sprachen“ auf Basis der Java Plattform angehört – aus meiner Sicht einer der „Hypes“ auf der JAX. Dazu habe ich aber schon gestern einen Beitrag für Jaxenter mit dem Titel „Turmbau zu Babel“ geschrieben und möchte das hier nicht wiederholen.

Ein weiterer interessanter Vortrag zum Thema „Event Driven Architecture“ von Clemens Utschig-Utschig hat mir sehr deutlich aufgezeigt, dass EDA in Zukunft eine entscheidende Rolle in Verbindung mit Serviceorientierten Architekturen spielen wird. Gerade bei Anwendungsfällen wo die Performance Anforderungen sehr hoch sind und Prozessvarianten nur schwer zu modellieren sind, haben EDAs einen entscheidenden Vorteil. Die Infrastruktur und Technologien für EDAs sind im Prinzip auch schon vorhanden und werden vor allem im Finanzbereich und auf Flughäfen bereits eingesetzt – meistens aber auf Basis eigener Implementierungen. Clemens  zog deshalb auch das Fazit, dass in Zukunft Best Practises und Standards für EDAs entwickelt werden müssen, um sie in bestehenden Anwendungen „salonfähig“ zu machen.

Neben diesen Themen beherrschte natürlich die mögliche Übernahme Sun’s durch Oracle die Gespräche der Teilnehmer. Meine persönliche Meinung ist, dass es im Prinzip nur gut sein kann für Java. Sun war meiner Meinung nach immer ein Hardware Unternehmen, das mit Java nicht wirklich viel anfangen konnte –  Sun konnte beispielsweise auch keine namhafte kommerzielle Software in diesem Bereich etablieren und der Application Server Markt wird heute von IBM und Oracle aufgeteilt. (natürlich mit Open Source Alternativen wie JBoss, Tomcat oder Glassfish) Oracle wird sicherlich mehr aus der Java Plattform machen – die Integration von Firmen wie BEA und Tangasol in die Oracle Fusion Middleware zeigen dabei auch, dass eine Übernahme sehr positive Effekte auf die Produkte haben kann. Gerade der von mir sehr geschätzte Gründer von Tangasol, Cameron Purdy, äußert sich in seinem Blog immer sehr positiv über die Arbeit unter Oracle Fahne und gerade er ist sicherlich kein Weichspüler. Interessanter ist aus meiner Sicht eher die Frage was Oracle mit MySql machen wird – hier denke ich wird es negative Veränderungen geben.

Was mich persönlich „nervt“ ist der Twitter Hype auf der JAX, der gerade von den Speakern als eine Art religiöse Form der Kommunikation geprisen wird. Stefan Roock twittert sogar live in seiner Session…ich glaube es dauert noch was, bis ich den Hype verstanden haben. 🙂

Als Mitbegründer und Advisor der codecentric AG berät Mirko bei der strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Er ist Geschäftsführer und Mitgründer der Startups CenterDevice und Instana – beides disruptive Geschäftsmodelle auf Basis von Big-Data- und Cloud-Technologien.

Seine Interessen liegen im Bereich der Veränderung von Geschäftsmodellen durch moderne Technologien und Software, also der zunehmenden Digitalisierung der Welt und den daraus resultierenden Veränderungen und Potential für Unternehmen.
Im Privatleben widmet er sich am liebsten seiner Familie, zum sportlichen Ausgleich fährt er Mountainbike.

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