Fachtests mit dem Robot Framework in der Muttersprache schreiben

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Bei akzeptanztest-getriebener Entwicklung formuliert das Team die Tests in der Regel so, dass ein Verhalten erst spezifiziert wird, um dann mit Beispielen unterfüttert zu werden. Wie das allgemein mit dem Robot Framework umgesetzt werden kann, haben wir hier schon früher erörtert. Als ausführbare Spezifikation sollten die automatisierten Tests aber auch für alle Beteiligten verständlich sein, das heißt dass der Test nach Möglichkeit in der Muttersprache geschrieben werden sollte. Das geht bislang mit dem Robot Framework noch nicht, oder doch?Mit einer einfachen Resource-Datei, lässt sich das Manko leicht Beheben. Vollständig gelöst werden sollte das Problem dann mit dem kommenden Robot Framework 2.5 sein.

*** Settings ***
 
 
*** Keywords ***
Gegeben ${keyword}
	Run Keyword  ${keyword}
 
Sei ${keyword}
	Run Keyword  ${keyword}
 
Wenn ${keyword}
	Run Keyword  ${keyword}
 
Dann ${keyword}
	Run Keyword  ${keyword}
 
Und ${keyword}
	Run Keyword  ${keyword}

Ein Test kann dann sehr lesbar geschrieben werden, wie das Beispiel zeigt:

*** Settings ***
Resource        ${RESOURCES}/German-BDD.txt
 
*** Keyword ***
Verhalten
    [Arguments]  ${arg1}  ${xyz}
 
    Sei dies, und auch ${arg1} noch gegeben
    Und das hier ebenso
 
    Wenn dann jenes geschieht
    Und folgendes danach
 
    Dann ist diese Situation eingetreten
    Und die Daten ${xyz} befinden sich in der Datenbank
    Und übrgens, Umlaute und Kommata in Keywords funktionieren auch
 
| *Test Case* | | *arg1* | *xyz* |
| 1 | Verhalten |    123 |   234 |

Man beachte, dass sogar Umlaute und Satzzeichen in Keywords funktionieren – sowohl mit Python als auch mit Jython. Ein Fakt, der selbst mich heute angenehm überrascht hat 🙂

Andreas Ebbert-Karroum

Agile Principal Consultant bei der codecentric AG.

Andreas Ebbert-Karroum ist mit seinen über 20 Jahren Erfahrung in der Softwareentwicklung (wenn man die ersten Anfänge auf dem Commodore C16 und den ersten eigenen PCs vernachlässigt) und 15 Jahren Erfahrung in agilen Projekten, hat er den Wert „Agilität“ 2008 mit zur codecentric gebracht. Scrum-Teams hat er in allen Rollen (Entwickler, Scrum Master, Product Owner) verstärkt, oder auch als Agiler Coach geführt.

Seit 2010 ist Andreas Ebbert-Karroum Trainer bei scrum.org und hält mit den Zertifikaten für PSD, PSM I / II / III und PSPO I / II die Schulungen:

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