Devoxx 2010

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Auch in diesem Jahr hat codecentric wieder die Devoxx in Antwerpen besucht. Die Konferenz ist inzwischen ein Traditionstermin für uns und trotz zeitgleicher W-JAX hat sich eine kleine Gruppe auf den Weg gemacht, um mit 3000 anderen „Javaholics“ an einer der weltweit besten Java Konferenzen teilzunehmen.
Die Liste und Qualität der internationalen Speaker war, trotz der gesundheitsbedingten Absage von James Gosling, wieder einmal bemerkenswert. So konnte man etwa die neuesten Entwicklungen und Trends von Personen wie Mark Reinhold, Joshua Bloch oder Neal Ford hören. Auch die beiden alten Bekannten Heinz Kabutz und Kirk Pepperdine, welche bereits bei unserem „Meet the Experts: Performance“ Vorträge hielten, waren vertreten. Wobei Heinz auch direkt eine Session nutzte, um offiziell das 10 jährige Jubiläum seines  „Java Specialists‘ Newsletter“ zu feiern.

Bemerkenswert ist, dass thematisch neben den klassischen sogenannten Java Core (SE/EE) Themen in diesem Jahr insbesondere Vorträge zu Cloud/NoSQL angeboten wurden. Dies zeigt das stark gestiegene Interesse an diesem (Hype?-)Thema innerhalb des letzten Jahres. Auf der Devoxx 2009 waren Cloud und NoSQL noch Randthemen. Diesmal wurden verschiedene Technologien wie HBase oder Hadoop vorgestellt, andererseits aber auch offene Fragen und Probleme im Cloud-Umfeld beleuchtet. Hierbei kam etwa immer wieder die Frage nach Sicherheit und Datenschutz in der Cloud auf. Aber auch Best Practices zum Design von Java-Anwendungen in der Cloud wurden angesprochen, um eine effektive Skalierbarkeit zu ermöglichen. Einfach eine bestehende Java Anwendung in die Cloud zu bringen reicht hier meist nicht aus. Ein Anpassen der Algorithmen, sowie die Verwendung von Message Queues sind häufig nötig.

Die Stimmung zur Übernahme durch Oracle schien mir verhältnismäßig entspannt zu sein. Die Community scheint inzwischen den ersten „Schock“ verdaut zu haben und nun erst einmal abzuwarten,  was die Zukunft denn nun konkret technisch, als auch politisch bringt. Einzig die Klage gegen Google wurde heftig kritisiert. Eine Aussage hierzu war beispielsweise: „Android ist das spannendste, was im stagnierenden Java Umfeld in den letzten Jahren aufgetaucht ist, und Oracle hat nichts Besseres zu tun, als Google deswegen zu verklagen.“

Höhepunkt an Unterhaltung war wieder einmal die Java Posse, die auch in diesem Jahr live einen Podcast aufzeichnete und Freibier verteilt. Dies sorgte bei allen Anwesenden für einen gehörigen Spaß und war eine nette Abwechslung zum restlichen Programm.

Für die, deren Interesse geweckt wurde, noch ein Hinweis. Auf parleys.com stehen die Videos aller Vorträge von 2008 und 2009 kostenlos zur Verfügung. Zugang zu den Videos von 2010 kann erworben werden, wobei auch diese Videos nach und nach kostenlos verfügbar sein werden.

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