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MongoDB User-Gruppe Frankfurt

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MongoDB

MongoDB (abgeleitet vom engl. humongous, „gigantisch“) ist eine hochperformante, schema-freie, dokumentenorientierte Open-Source-Datenbank, die in der Programmiersprache C++ geschrieben ist. Da die Datenbank dokumentenorientiert ist, kann sie Sammlungen von JSON-ähnlichen Dokumenten verwalten. So können viele Anwendungen Daten auf natürlichere Weise modellieren, da die Daten zwar in komplexen Hierarchien verschachtelt werden können, dabei aber immer abfragbar und indizierbar bleiben. Eine kurze Einleitung, die die ersten Schritte mit MongoDB erklärt, gibt dieser Artikel.

Bei MongoDB handelt es sich um eine NoSQL-Datenbank, wobei NoSQL ein Sammelbegriff für eine Vielzahl von unterschiedlichen Datenbanklösungen ist, welche sich besser als „Nicht-relationale Datenbanken“ beschreiben lassen. Ihren Ursprung hatten diese Lösungen in der Erkenntnis, dass gerade für Big Data Probleme „traditionelle“ relationale Datenbanken (RDBMS) mit ihren meist starren Schemas und normalisiert in Tabellen gepressten Daten nicht die ideale Lösung sind. Zudem ist man in Sachen der Skalierbarkeit von RDBMS immer häufiger an Performance- und Kostengrenzen gestoßen. Entsprechend hat man nach anderen Lösungen für diese Probleme gesucht. Ein großer Treiber hinter der NoSQL-Bewegung ist sicherlich das Internet und die Bedürfnisse von Webapplikationen, da gerade dort die Datenmengen immer größer werden, gleichzeitig werden diese Daten aber auch immer vernetzter und gerade durch die zunehmende Benutzerinteraktion des Web 2.0 werden die Daten auch immer individueller und nicht mehr klar strukturiert. Bekannteste Beispiele für auf diesen Überlegungen basierende NoSQL-Lösungen sind dabei sicherlich Google mit ihrem 2004 entstandenen BigTable-Ansatz zur Speicherung ihres Suchmaschinen-Indexes sowie Amazon mit seinem 2007 publizierten Dynamo-Ansatz, welcher die Basis für die Amazon Web Services bildet. Ebenso ist auch die Erfolgsgeschichte von sozialen Netzwerken auf der technischen Seite eng mit der NoSQL-Bewegung verbunden.

Ich persönlich finde die NoSQL-Bewegung sehr spannend, da sie meiner Meinung nach stark dazu beigetragen hat, das jahrelang vorherrschende und selten hinterfragte Mantra „Datenhaltung = RDBMS“ aufzubrechen und man sich nun noch intensiver mit der eigentlichen Struktur der Daten und den Anforderungen an eine Datenhaltungslösung beschäftigt. Und die NoSQL-Bewegung gibt einem dazu eine Vielzahl von unterschiedlichen Lösungen und Ansätzen an die Hand, welche zum großen Teil auch noch als Open-Source verfügbar sind. Der Markt für NoSQL-Datenbanken ist dabei über die Jahre auch immer mehr gereift und erreicht meines Erachtens nach langsam die Spitze seines Hype Cycles. Gleichzeitig ist der Markt für NoSQL-Lösungen aber trotzdem immer noch recht dynamisch, neue NoSQL-Lösungen entstehen und manche vielversprechende Projekte wurden auch schon wieder eingestellt. Bei dieser Entwicklung hat sich MongoDB als die gemessen an der Anzahl der Downloads populärste NoSQL-Lösung herauskristallisiert und wird aufgrund seiner Einfachheit in der Handhabung und der breiten Funktionalität auch gerne als „Einstiegsdroge“ in die NoSQL-Welt bezeichnet. Doch auch bei allem gegenwärtigen Hype um NoSQL, darf man nicht vergessen, dass auch NoSQL-Datenbanken keine eierlegenden Wollmilchsäue sind und allein deren Einsatz automatisch alle Probleme löst. Auch sind deswegen „traditionelle“ RDBMS und SQL  noch lange nicht tot, sondern haben in vielen Anwendungsgebieten nach wie vor unschlagbare Vorteile. Sicher ist aber, wenn es heutzutage um die Architektur von Datenhaltungslösungen geht, dass man nicht mehr einäugig sein darf und sich mit den Vor- und Nachteilen von NoSQL auseinander setzen sollte, um so die passende Lösung für sein spezifisches Problem zu finden.

MongoDB User-Gruppe Frankfurt

codecentric ist seit April dieses Jahres stolzer Consulting & Service Partner von 10gen, der Firma hinter MongoDB. Weiterhin wurden im Mai dieses Jahres bereits die ersten Schulungen zum Thema Entwicklung und Administration von MongoDB erfolgreich in Zusammenarbeit mit Trainern von 10gen durchgeführt. Diese sind auf reges Interesse gestoßen und es werden sicherlich nicht die letzten Schulungen dieses Jahr bleiben.

Aufgrund des Interesses habe ich daher vor kurzem in Zusammenarbeit mit 10gen die regionale User-Gruppe zum Thema MongoDB in Frankfurt gegründet. Diese folgt der bereits von meinem Kollegen Tobias Trelle initiierten MongoDB User-Gruppe in Düsseldorf, welche bereits ihr ersten Treffen mit einem hochinteressanten Beitrag zu „Spring Data MongoDB“  von Oliver Gierke (SpringSource) hatte.

Die Homepage der Frankfurter MongoDB User-Gruppe finden Sie unter:

Logo MongoDB User-Gruppe Frankfurt

https://www.xing.com/net/mongodb-ffm/

Ziel der User-Gruppe ist der regelmäßige Informationsaustausch und die Vernetzung zwischen MongoDB-Usern aus dem Großraum Frankfurt (und auch gerne darüber hinaus). Dazu bieten sich zum einen die Foren in XING zum virtuellen Austausch an, zum anderen schlägt aber natürlich nichts den persönlichen Austausch. Daher wird es monatliche Treffen der User-Gruppe im Raum Frankfurt geben, auf welchen wir Vorträge rund um das Thema MongoDB anbieten wollen und hoffentlich auch in rege Diskussionen kommen. Ich bin aktuell noch an der Planung des ersten Treffens, die Ankündigung findet zeitnah auf XING statt.

Ich freue mich auf neue interessierte Mitglieder und den gemeinsamen Erfahrungsaustausch. Let’s MongoDB!

Uwe Printz

Uwe Printz ist Data Architect und Trainer. Seit dem ersten Kontakt mit verteilten Systemen lässt seine Begeisterung dafür nicht nach und zurzeit hält er sich bevorzugt im Hadoop-Zoo auf.

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