Retrospektiven – sind sie nützlich?

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Sind Retrospektiven nützlich? Oder sind sie nur Zeitverschwendung?
Können Sie gefährlich sein? Wann sind sie nützlich?
Dienen sie wirklich der Prozessverbesserung?

Retrospektiven (insbesondere agile Retrospektiven) sind mittlerweile bekannte Praxis.
Zugleich berichten Teams häufig, dass sie gerade diese Praxis nach anfänglichem Gebrauch aufgegeben haben.
Retrospektiven werden allgemein als Mittel zur Prozessverbesserung angepriesen, wobei ich, in meiner Praxis, selten erlebt habe, dass sie tatsächlich zu diesem Zweck eingesetzt werden.

Ich finde Retrospektiven sehr nützlich, wenn sie ordnungsgemäß ausgeführt werden. Gleichzeitig habe ich Situationen erlebt (und in einigen Fällen bin ich auch schuldig), wenn Retrospektiven demotivierend und geradezu gefährlich für das Team sein können.

Patrick Kua hält Retrospektiven für sehr nützlich, wenn sie in einer feindlichen Umgebung für ein nicht funktionierendes Team ausgeführt werden.

In meiner Erfahrung habe ich Retrospektiven als wertvolle Methode zu schätzen gelernt, ein Team durch die klassischen Phasen der Teamentwicklung (Forming – Storming – Norming-…) zu begleiten. Für Teams, in denen ich Mitglied war, waren Retrospektiven nützlich:

  • um gemeinsame Regeln zu etablieren,
  • um Vertrauen aufzubauen und Bedenken zu äußern,
  • um über den Tellerrand zu schauen und zu verstehen, warum die Dinge so sind, wie sie sind,
  • um zu bestimmen, was getan werden muss und sich zu verpflichten, dies zu tun,
  • um Risiken zu erkennen und zwischenmenschliche Probleme frühzeitig zu klären.

Die Resultate der Retrospektiven waren besseres Teamklima, eine sichere Umgebung, in der man Probleme melden und lösen kann, ein besseres Vertrauensverhältnis zum Kunden, Fortschritt bei der Lösung von Problemen und allgemein ein Gefühl von einem besser funktionierenden Team.

Ist das nützlich? Lohnt es sich?
Meiner Meinung nach definitiv: ja!

Gibt es Situationen, in denen Retrospektiven gefährlich sind?
Ebenso definitiv: ja!

Wenn Retrospektiven sich nur um das drehen, was nicht funktioniert, ohne in Verbesserungsvorschlägen und konkrete Aktionen zu resultieren, kann das Team auf jeden Falls schnell demotiviert werden.

Wollen Sie mehr über die Themen erfahren, die hier angerissen wurden? Über Ihre Erfahrungen mit Retrospektiven plaudern? Fragen stellen oder etwas Neues über Retrospektiven oder Agilität im Allgemeinen erfahren?
Dann treffen Sie uns beim 1. Agiler-Stammtisch in Frankfurt, dessen Hauptthema, natürlich, „Retrospektiven“ sein wird.
Er findet am 13. Juni im Coworking Space „Die Zentrale“, Berger Str. 175, Frankfurt (U-Bahn: Bornheim Mitte) statt.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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