Wie der Raspberry Pi 2 einen lang gehegten Wunsch erfüllte

4 Kommentare

Eines meiner Hobbys ist die Fotografie. Meine ersten Erfahrungen sammelte ich als kleiner Junge auf der Kamera, die mein Vater meiner Mutter in den 1960er Jahren schenkte.

Agfa2

Diese hatte noch keinen Belichtungsmesser und daher gab mir mein Vater Tipps, welche Blende man bei welchen Lichtverhältnissen einstellen sollte. Meiner Mutter hatte er schon eine kleine Anweisung in die Schutzkappe geklebt.

Zettel

Die Notiz ist etwa 50 Jahre alt, und wenn man die Handschrift meines Vaters sieht, weiß man, warum er noch heute auf Familienfeiern die Tischkärtchen schreiben muss!

Danach durfte ich dann die erste Nikon-Kamera meines Vaters nutzen, und damit lernte ich auch wieder eine Menge über Verschlusszeit, Bildaufbau, Schärfentiefe oder ISO-Zahlen. Neben den normalen Motiven und Anwendungsbereichen experimentierte ich aber immer gerne damit herum. Langzeitbelichtungen, doppelte Belichtungen oder Schwarzweiß-Fotografie, um nur einige Beispiele zu nennen.

Der Wood-Effekt

Als in den 1980er Jahren eine meiner damaligen Lieblingsbands U2 ihr viertes Studioalbum The Unforgettable Fire herausbrachte, sah ich etwas, was ich bis dato nicht gekannt oder gesehen hatte. Ihr müsst auf den Link klicken, um das Cover zu sehen; aus rechtlichen Gründen wollte ich es nicht direkt verlinken.

Das  Cover zeigt die Band vor einem Schloss in Irland. Die Aufnahme ist ein schwarzweißes Infrarotfoto des niederländischen Fotografen Anton Corbijn und zeigte mir das erste Mal, was man allgemein den Wood-Effekt nennt. Benannt ist er nach seinem Entdecker Robert Williams Wood. Dabei wird für unser Auge sichtbar, dass alle Pflanzen das Sonnenlicht, das sie für die Photosynthese benötigen, reflektieren, da die Sonnenstrahlen sie sonst „verbrennen“ würden. Apropos verbrennen, der Titel des Albums bezieht sich auf eine Kunstaustellung von Bildern, die Überlebende der Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki malten.

Leider wurde mir damals klar, dass das eigene Experimentieren im Infrarotbereich viel zu kostspielig geworden wäre, so dass ich mich zunächst auf das Betrachten solcher Fotografien beschränken musste. Immerhin war ich ein Teenager mit einem normalen Taschengeld, und Fußball hatte ich auch noch im Kopf!

Von analog nach digital nach analog

Irgendwann hielt die digitale Fotografie Einzug, und seitdem ist es schon erstaunlich zu beobachten, mit welcher Qualität heutige Handys Fotos machen können. Die digitale Fotografie brachte auch wieder einige interessante Themen mit sich, sei es das Erstellen von Panoramafotos, High Dynamic Range (HDR) oder Zeitrafferaufnahmen; dies haben Handys heute mehr oder weniger gut drauf. Das Cover, das ich 1984 betrachtete, war noch auf einer Langspielplatte. Es ist interessant, dass heute analog wieder modern ist. Das gilt für Vinyl, wie für die analoge Fotografie, die momentan eine Renaissance erlebt.

Das Projekt

Als dann Anfang des Jahres der Raspberry Pi mit einem neuen Modell aufwartete und ich auch einen Blick auf die lange Zubehörliste warf, fiel mir die NoIR-Kamera ins Auge. Die Kamera nennt sich so, weil sie infrarote Fotos machen kann. NoIR steht nur dafür, dass es keinen Sperrfilter für infrarotes Licht gibt.

Das Licht sind elektromagnetische Wellen, von denen wir nur einen begrenzten Teil wahrnehmen können. Der kurzwellige UV-Bereich sowie der langwellige Infrarot-Bereich bleiben für uns verborgen. Die Sensoren einer Kamera können dieses Licht aber sehr wohl erfassen. Daher werden die Kameras mit einem Sperrfilter versehen, der nur das Licht durchlässt, das wir wahrnehmen können.

Zurück zum Pi 2. Ich bestellte mir den Pi 2 plus Zubehör mit dem Vorhaben, damit infrarote Fotos aufzunehmen. Die Ausstattung umfasste neben dem Pi 2 eine microSD-Karte für das Betriebssystem, die Kamera, ein Gehäuse und einen Stromanschluss. Um später auch draußen die Kamera einsetzen zu können, brauchte ich noch eine Powerbank und einen schon vorhandenen WLAN-Adapter.

Der Pi 2

Der Pi 2 kommt wartet im Vergleich zum Vormodell mit einem 900 MHz getakteten Quad-Core ARM Cortex-A7 Prozessor auf und verfügt über ein Gigabyte Arbeitsspeicher. Das Vormodell bietet einen 700 MHz getakteten Single Core ARM1176JZF-S Prozessor und nur halb so viel Arbeitsspeicher. Durch die höhere Leistung liegt die Leistungsaufnahme beim Pi 2 bei maximal 4 W, während der Vorgänger noch mit 2,5 bis 3 W zufrieden war. Seine Abmaße entsprechen denen des Vorgängers:

85mm x 56mm x 17mm (L x B x H)

Anschlüsse

Die Installation des Betriebssystems Raspbian

Als Betriebssystem entschied ich mich für das offiziell von der Raspberry Pi Foundation unterstützte Raspbian.

Ein fast ein Gigabyte großes Image kann man sich hier herunterladen: http://downloads.raspberrypi.org/raspbian_latest

Um es danach auf die microSD Karte zu schreiben, wird ein Tool benötigt, das dies bewerkstelligt. Für Windows gibt es ein SourceForge Projekt Win32 Disk Imager:
http://sourceforge.net/projects/win32diskimager/

Das entpackte Image wird mit dem Win32 Disk Imager auf die microSD gespielt.

Win32DiskImager

Danach kann das erste Mal gebootet werden. Dazu muss der Pi 2 zunächst einmal per Netzwerkkabel an einen Router und ans Stromnetz angeschlossen werden.

PuTTY

Um sich per SSH mit dem Pi 2 zu verbinden nutze ich PuTTY. In der Administrationsoberfläche meines Routers kann ich die IP-Adresse ablesen, die der Pi 2 zugewiesen bekommen hat.

PuTTY

Nach dem Eröffnen der Verbindung muss ich mich mit dem Standard-Benutzer pi und dem Standard-Passwort raspberry einloggen.

pi_looged_in

Die erste Konfiguration über raspi-config

Das Konfigurationstool raspi-config ist für die ersten und wichtigsten Einstellungen aufzurufen.

sudo raspi-config

sudo steht hier für das Ausführen von Befehlen mit erhöhten Benutzerrechten und bedeutet übersetzt so viel wie superuser do.

config_expand

Expand Filesystem

Um den gesamten Speicherplatz Raspbian zur Verfügung zu stellen, ist dieser Punkt zu wählen. Diese Aufgabe wird während des nächsten Bootvorgangs ausgeführt.

Enable Boot to Desktop/Scratch

Hier wählen wir aus, dass wir in die grafische Oberfläche booten wollen. Damit können wir uns später per RDP oder aber auch weiterhin per PuTTY verbinden.

Internationalisation

Change Locale

Hier stellen das Gebietsschema auf de_DE.UTF-8 ein und legen dieses als Standard fest.

Change Timezone

Die Zeitzone stellen wir auf Europe, Berlin.

Der Eintrag befindet sich in /etc/timezone.

Europe/Berlin

Change Keyboard Layout

Um das Tastaturlayout neu anzupassen, wählen wir diesen Menüpunkt aus.

Overclock

Hier wählen wir die angegebene Option Pi2 aus, um den Pi 2 zu übertakten.

Die Einstellung kann manuell auch in die /boot/config.txt eingetragen werde:

#uncomment to overclock the arm. 700 MHz is the default.
arm_freq=1000

Und weiter unten:

# Additional overlays and parameters are documented /boot/overlays/README
core_freq=500
sdram_freq=500
over_voltage=2

Advanced Options

Bei den erweiterten Einstellungen sind zunächst zwei von Interesse.

Memory Split

Hier können wir den Anteil des Arbeitsspeichers für die GPU anpassen.

Die Einstellung kann manuell auch in die /boot/config.txt eingetragen werden:

gpu_mem=256

Update

Ein Update des Tools auf die aktuelle Version führen wir aus. Danach verlassen wir das Tool und führen einen Reboot durch:

sudo reboot

APT

APT ist der Paketmanager von Debian und damit auch Raspbian. Die Liste der verfügbaren Pakete und deren Versionen werden wie folgt upgedatet:

sudo apt-get update

Um die installierten Pakete auf die aktuellste Version zu bringen ist

sudo apt-get upgrade

anzugeben.

Man kann auch beide Befehle kombinieren, sie werden dann nacheinander ausgeführt

sudo apt-get update && sudo apt-get upgrade

Remote Desktop

Über den Paketmanager installieren wir nun das Paket xrdp für den Zugriff auf den Pi 2 per Remote Desktop:

sudo apt-get install xrdp

Nach einem Reboot können wir dann beispielsweise von Windows per RDP auf den Pi 2 zugreifen.

RDP

Desktop

Die Kamera

Es gibt zwei Kamera-Modelle für den Pi 2. Einmal die „normale“ und dann die NoIR-Version. Wie erwähnt hat die NoIR keinen Sperrfilter und nimmt so den Infrarotbereich wahr. Der Name ist anfangs vielleicht etwas irreführend.

Kamera

Einige Spezifikationen

  • Abmaße: 25 x 20 x 9 mm
  • Gewicht: 3g
  • Sensor: 2592 x 1944 entspricht 5 Megapixeln
  • Fester Fokus: ab 1 Meter bis unendlich

Weitere Informationen: https://www.raspberrypi.org/documentation/hardware/camera.md

Kamera anschließen und aktivieren

Die Kamera wird über ein Flachbandkabel angeschlossen. Es ist dafür Sorge zu tragen, dass die Kamera über raspi-config auch aktiviert wurde.

Aktuelle Firmware laden

sudo rpi-update

Danach muss ein Reboot durchgeführt werden.

raspistill und raspivid

Es gibt zwei Programme, die man per Skript (bash oder Python) steuern kann. raspivid ist das Programm, um mit der Kamera zu filmen. Ich beschränke mich daher auf raspistill, um Fotos zu machen.

Um einen einfachen Schnappschuss zu machen geht das mit folgendem Befehl:

raspistill –o click.jpg

Um eine Übersicht über die Parameter zu erhalten kann man

raspistill –?

eingeben.

Die wichtigsten Parameter:

Parameter kurzParameter langBeschreibung
-?–helpZeigt die Hilfe an
-w–widthBreite des Bildes
-h–heightHöhe des Bildes
-q–qualityJPG Qualität 0 – 100
-r–rawFügt Raw-Daten in die Metadaten der JPG-Datei ein
-o–outputAusgabedateiname
-tl–timelapseTimelapse-Modus, Angabe in Millisekunden
-sh–sharpnessSchärfe des Bildes -100 bis 100
-co–contrastKontrast des Bildes -100 bis 100
-ISO–ISOISO-Empfindlichkeit
-ev–evLichtwert LW oder Exposure Value EV
-hf–hflipBild horizontal spiegeln
-vf–vflipBild vertikal spiegeln

Der RAW Modus

Um RAW-Daten von der Kamera zu bekommen und um diese später digital nachzubearbeiten, können wir die Fotos mit dem Parameter –r aufnehmen. Die Kamera bietet aber nicht eine direkte RAW-Dateiausgabe an, sondern ein JPG, das in den Metadaten wiederum die RAW-Daten enthält. Wir haben also zunächst nur eine mehrfach größere JPG-Datei.

Es gibt aber einen Konverter raspi_dng, der JPG+RAW nach DNG konvertiert. Um die Exif-Daten aus dem JPG in das DNG zu übertragen, benötigen wir noch ein Exif-Tool, eine Bibliothek und GIT.

Alle benötigten Pakete können wir in einem Rutsch installieren.

sudo apt-get install git libimage-exiftool-perl libjpeg62-dev

Dann muss raspiraw vom GIT-Hub heruntergeladen und kompiliert werden.

git clone https://github.com/illes/raspiraw.git
Cloning into 'raspiraw'...
remote: Counting objects: 14, done.
remote: Total 14 (delta 0), reused 0 (delta 0), pack-reused 14
Unpacking objects: 100% (14/14), done.

Es wurde ein Unterverzeichnis raspiraw angelegt und in dieses wechseln wir nun und führen dann das make Utility aus.

cd raspiraw
make

Danach kopieren wir das Kompilat nach /usr/local/bin, um zukünftig den Befehl direkt in der Konsole ausführen zu können.

sudo mv raspi_dng /usr/local/bin/raspi_dng

Der Ablauf ist nun wie folgt. Wir nehmen zunächst ein Foto mit RAW-Daten auf:

raspistill –r –o raw.jpg

Mit dem kompilierten raspiraw können wir nun die RAW-Daten aus den Metadaten der JPG-Datei in das Adobe DNG-Format überführen:

raspi_dng raw.jpg raw.dng

Da bei diesem Vorgang die Exif-Daten nicht mit kopiert werden, können diese über das zuvor heruntergeladene Exif-Tool der DNG-Datei hinzugefügt werden.

exiftool -tagsFromFile raw.jpg raw.dng -o raw.exif.dng

Das Bash-Skript

Für den Außeneinsatz musste ein kleines Bash-Skript geschrieben werden, das drei Fotos machen sollte mit Lichtwert -10, 0 und +10, um damit bei Bedarf ein HDR zu erstellen.

#!/bin/bash

if (( $EUID != 0 )); then
echo 'Please run this script as root!'
exit
fi

ts=$(date +'%Y-%m-%d-%H:%M:%S')
echo 'Timestamp='$ts

directory=/usr/local/bin
filename=$directory/img-$ts-hdr1.jpg
echo 'Taking photo#1'
raspistill -w 2592 -h 1944 -o $filename -ev -10
filename=$directory/img-$ts-hdr2.jpg
echo 'Taking photo#2'
raspistill -w 2592 -h 1944 -o $filename -ev 0
filename=$directory/img-$ts-hdr3.jpg
echo 'Taking photo#3'
raspistill -w 2592 -h 1944 -o $filename -ev +10
echo 'Done!'

Hier sind dem Anwender keine Grenzen gesetzt, wenn man beispielsweise auch direkt einen FTP-Upload auf die FRITZ!Box zu Hause wünscht.

Der Pi 2 im Außeneinsatz

Für die Umsetzung brauchte ich eine mobile Stromversorgung in Form einer Powerbank, einen Wireless-LAN-Adapter, um den Pi 2 per Handy fernsteuern zu können und einen leeren Negativstreifen, der als Filter dienen sollte. Das Ganze sah dann so aus:

Raspi_Powerbank

WLAN Konfiguration

Um den Pi 2 in ein WLAN zu hängen, kann man sich über Remote Desktop verbinden und dann das Tool wpa_gui aufrufen. Denn wenn man mit dem Pi 2 unterwegs Fotos machen möchte, muss man vom Handy aus einen WLAN-Hotspot einrichten, zu dem sich der Pi 2 dann verbinden soll.

wpa_gui

Wir klicken auf Scan, um die verfügbaren Netzwerke in Reichweite anzeigen zu lassen.

scan_result

Wir wählen das Netzwerk mit der entspechenden SSID aus und klicken doppelt auf den Eintrag. Auf der folgenden Eigenschaftenseite tragen wir das Passwort ein.

x40_handy

Danach können wir uns mit dem entsprechenden WLAN verbinden.

wpa_gui_done

Die SSH Client App

Zu guter Letzt benötigt man dann einen SSH Client auf dem Handy, um darüber sich zu verbinden und die Skripte auszuführen. Ich nutze dazu JuiceSSH.

JuiceSSH

Hier ist nun mein erstes eigenes Infrarotfoto, etwa dreißig Jahre, nachdem ich das U2-Cover gesehen hatte. Für ein Schloss und eine Band hat es nicht gereicht, so musste der Garten herhalten. Als Filter habe ich den Negativstreifen genommen.

Erstes_IR

Später kam dann noch ein Ministativ hinzu, auf dem eigentlich ein Mikrofon montiert wird, und ich nutzte statt des Negativstreifens einen 850 nm Schraubfilter, den ich vor die Kamera hielt. Das Ergebnis damit sah dann so aus:

Zweites_IR

So sieht der Pi 2 mit Stativ und Kamera im Außeneinsatz aus:

Außeneinsatz

Und hier ist das Foto, das ich damit aufgenommen habe:

Pi_Stahlwerk

Der definierte Umbau

Leider wurden die Ergebnisse durch den Aufwand getrübt, den man betreiben musste, um sich und seine Kamera in Position zu bringen. Allerdings waren die Ergebnisse so gut, dass mich das Thema nicht mehr los ließ.

So befasste ich mich mit dem definierten Kameraumbau.  Dabei wird der Sperrfilter entfernt und gegen einen definierten Filter ersetzt. Da diese Kamera ab dem Umbau aber nur noch infrarote Fotos machen kann, musste ich einen zweiten Nikon-Kamera-Body umbauen lassen, um meine Objektive nutzen zu können. Und so zählte ich von drei rückwärts und erwarb ein vom Hersteller überholtes kleines Schwestermodell.

Für den Umbau fand ich eine nur halb so teure Alternative wie zuvor und so ließ ich mir die Kamera auf Super Colour Infrared (580 nm) umbauen. Die Entscheidung, welchen Filter ich einbauen lassen wollte, war sehr langwierig, denn eigentlich wollte ich immer nur schwarzweiße Infrarotbilder fotografieren, aber auch die Farbinfrarotfotografie hat ihren Charme. Da man diese Fotos digital nachbearbeiten und nach schwarzweiß wandeln kann, fiel die Entscheidung für diesen Filter.

Alle Infrarotfotos mit dieser Kamera müssen digital nachbearbeitet werden, denn die Kamera liefert bei 580 nm ein Foto mit einem Rotstich. Es muss ein manueller Weißabgleich gemacht werden und die Farbkanäle Blau und Rot müssen getauscht werden. Das kann nicht jede Software, und da Adobe mir dafür auch zu teuer ist, habe ich mich im Open Source Bereich umgesehen. Im Übrigen kann Adobe Lightroom einen korrekten Weißabgleich nicht von Hause aus, sondern erst wenn man ein eigenes DNG-Kameraprofil erstellt hat.

Der Fotograf, der meine Kamera umgebaut hat, entwickelt seine Bilder digital komplett mit Open Source Software, beispielsweise über darktable nach. Also galt es eine Linux VM aufzusetzen, zu fotografieren und zu staunen.

Hier sind nun meine ersten Ergebnisse nach knapp einer Woche.

Stahlwerk Becker, 500 Meter von zu Hause:

IR_Stahlwerk

Nochmal Stahlwerk Becker, entlang der Wasserachse, Farbinfrarot:

IR_Farbe

Buga-Gelände Düsseldorf:

IR_BuGa

Buga-Gelände Düsseldorf, Werkstatt für angepasste Arbeit:

IR_WFAA

Das Pi 2 Projekt hat mir tatsächlich einen lang gehegten Wunsch erfüllt. Er ist eine ideale Spielwiese für kleine und große Kinder, und ich bin der Meinung, dass Einplatinenrechner in einen guten Schulunterricht gehören. Damit kann man auch schon mal was aus dem Pizza-Karton beziehungsweise Hut zaubern. Mal sehen, wofür ich ihn als nächstes nutzen werden.

Wer Interesse hat, kann mal bei Instagram vorbeischauen. Ebenso freue ich mich über eure Rückfragen und Kommentare.

Allen Fotografen unter euch wünsche ich allseits gutes Licht!

Männer bleiben immer Kinder, nur die Spielzeuge werden teurer!

Stefan Blank

Ich blicke auf eine über 20-jährige Erfahrung im Bereich Input-Management zurück. Als Kofax Certified Capture Consultant biete ich eine umfassende Kenntnis der Kofax-Produktpalette und -Technologien. Schwerpunkt meiner Tätigkeit ist dabei die Ermittlung und Bewertung von Kundenanforderungen und die Verantwortung für Konzeption und Realisierung basierend auf den Möglichkeiten des Standard-Software-Produkts (Customising und Software-Entwicklung).
Inhaltlicher Schwerpunkt ist dabei die Automation und Effizienz-Erhöhung von Prozessschritten, zum Beispiel unter Verwendung von Freiform-Erkennungstechnologien, sowie die Unterstützung bei der Einhaltung von Compliance-Regelungen zum Beispiel über den Einsatz von digitalen Signaturverfahren.

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Kommentare

  • 1. Juni 2016 von Sergej

    Hallo Stefan,

    zunächst einmal vielen Dank für diesen Mega Beitrag! Als Hobby-Fotograph und RasPI Fan, hast du mein Geschmack voll getroffen 🙂
    Die Fotos sind jedenfalls sehr gelungen und wirken sehr Professionell. Das die mit einem RasPI gemacht wurden, sieht man denen auf jeden Fall nicht an!

    Allerdings interessieren mich brennend zwei Sachen:
    1. Kannst du bei den Fertigen Fotos die Blende/Verschlusszeit/ISO einstellen?
    2. Warum hat dir dein Vater eine Blende 5,6 bei schwacher Sonne empfohlen? 🙂 Ich verwende da meistens eine größere Blende.

    Gruß
    Sergej

    • Stefan Blank

      2. Juni 2016 von Stefan Blank

      Hallo Sergej,

      danke für dein Lob, das freut mich sehr.

      Nur damit du das auch richtig verstehst, der RasPi war für mich der Einstieg in das mich immer interessierende Thema der Infrarot-Fotografie. Nachdem ich die ersten Fotos mit dem RasPi gemacht hatte, habe ich mir einen Nikon Body gekauft und diesen definiert umbauen lassen. Das Ergebnis mit dieser Kamera siehst du bei den letzten vier Fotos! Ich habe mir die Kamera auf 580 nm – Farbinfrarot – umbauen lassen und arbeite zusätzlich mit einem 720 nm und 850 nm Schraubfilter und kann so die Kamera in ihrer Infrarot-Definition ändern. Der Nachteil bei der Arbeit mit Filtern ist aber, dass du dann den Sucher nicht mehr nutzen kannst. Das geht bei 580 nm, aber sobald ein Filter aufgeschraubt wird, musst du den LiveView Monitor nutzen. Und damit kommen wir dann zum zweiten Problem, dem Autofokus. Der ist bei der Benutzung des LiveView-Monitors manchmal nicht genau, so dass man hier und da Ausschuss hat. Daher werde ich mir irgendwann meinen eigentlichen Nikon Body auf schwarzweiß Infrarot umbauen lassen. Das gefällt mir persönlich immer noch am besten.

      Zu deinen Fragen. Ich habe lediglich bei den mit der umgebauten Nikon Kamera gemachten Fotos EXIF Daten, die ich heranziehen könnte. Das beträfe dann wie gesagt die letzten vier Fotos des Blog-Artikels. Wenn dich diese interessieren, dann antworte mir bitte, dann suche ich die raus und aktualisieren den Artikel.

      Was die Empfehlung bei schwacher Sonne angeht. Zunächst war diese Vorgabe für meine Mutter, die mit der Kamera fotografiert hat, bevor ich überhaupt das Licht der Welt erblickte. Die Agfa Silette kannte nur drei Verschlußzeiten 1/30, 1/60 und 1/125 Sekunde und hatte keine Belichtunsmesser. An der Kamera hat man aber nur die Blende eingestellt. Und wenn du dir das noch mal ansiehst, dann steht bei Blendenzahl 5,6 Bewölkung. Bei schwacher Sonne 8 und bei starker Sonne 8 bis 11; also ich denke das passt.

      „Wenn die Sonne lacht, Blende acht!“

      • 12. August 2016 von Mark Orler

        Hallo Stefan

        Ich bin gerade per Zufall über deinen Beitrag gestolpert und mir ist aufgefallen, dass du das Kameramodul mit einem Flachbandkabel am Pi angeschlossen hast.
        Ich hätte da vlt. was für dich. Es gibt einen Adapter von Flachbandkabel auf HDMI
        https://www.tindie.com/products/freto/pi-camera-hdmi-cable-extension/
        ich habe mir diese bestellt und mit einem 5m HDMI Kabel getestet. Es funktioniert mit der Pi Kamera wie auch mit dem Orginalen 7″ Display von raspberry pi.
        Im Preis von 14$ sind zwei Adapter enthalten. Ich denke es wird sich lohnen da das Flachbandkabel ja relativ anfällig ist.
        Gruss Mark

        • Stefan Blank

          12. August 2016 von Stefan Blank

          Hallo Mark,

          in der Tat, das ist schon eine sinnvolle Ergänzung, wenn man die Kamera am Pi intensiv nutzt. Mittlerweile fotografiere ich aber nicht mehr mit dem Pi, sondern einer umgebauten Kamera.

          Trotzdem Danke!

          Gruß

          Stefan

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