MQ! Audi Innovation Summit – Ein Zwischenbericht aus der Transformation des deutschen Automobilsektors

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Ein Zwischenbericht aus der Transformation des deutschen Automobilsektors.

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Der zweitägige Audi MQ! Innovation Summit ist eine Plattform, um gemeinsam mit ausgewählten Teilnehmern die kommenden Herausforderungen des Automobil-Sektors – konkreter noch, von Audi –  zu diskutieren, Ideen zu generieren und um Netzwerke zu knüpfen. Dabei wird ein weiter Bogen von sozio-ökonomischen Aspekten bis hin zu konkreten Technikanwendungen gespannt. Dieser Artikel soll einen Überblick geben, was den Automotive-Sektor derzeit bewegt.

Meine Motivation für die Teilnahme ist, dass wir in Deutschland gerade am Anfang der Transformation unserer wichtigsten Industriesparte stehen und ich gerne Einblick in den Stande der Dinge haben möchte, aber auch Teil des Prozesses und der Lösung sein will. Die Anmeldung für das MQ! Event ist zweistufig. Um zugelassen zu werden, muss zuerst ein kurzer ‚Letter of Motivation‘ eingereicht werden. Ich bin als Teil unseres codecentric.ai-Teams aus der Perspektive Machine und Deep Learning vor Ort gewesen, habe aber auch viele andere interessante Kontakte im Umfeld AR/VR, IoT etc. geknüpft.

Der Titel MQ ist abgeleitet von ‚Mobilitätsquotient‘ und soll als Leitfaden durch die Veranstaltung führen – dabei wird weiter in Unterkategorien wie ‚temporal‘, ’spacial‘, ’social‘ und ’sustainable‘ unterteilt, um die unterschiedlichen Aspekte von Mobilität zu erfassen.

Das Programm der Veranstaltung wechselt dabei zwischen kontextgebenden Präsentationen und Workshops über Mobilitätskonzepte und Technologien. Dabei gelingt eine gute Mischung aus Aufbruchstimmung, aber auch ganz klarer (Selbst-)Kritik und Mahnung in Bezug auf Themen wie den Dieselskandal, Klimawandel und den eingebüßten technologischen Vorsprung durch Technik.

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Die Keynote wurde von Steve Wozniak gehalten, der aus den Pionierzeiten von Apple berichtete und sagte: ‚I will never own a gasoline car again for the rest of my my life‘.

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Sehr interessant und sehr überraschend in diesem Kontext war auch die Präsentation von Cory Doctorow, der auf netzpolitische Themen, EFF und Netzpolitik.org einging. ‚People should own their cars and should be able to put their own software on it.‘

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Alex Steffen, seines Zeichens Planetary Futurist, fokussierte sich auf die Themen Klimawandel, Strukturwandel, Wachstum und Stadtentwicklung.

Ron Garan,NASA Astronaut mit mehreren Millionen Meilen Reiseerfahrung, ging mit dem Publikum auf die Orbital Perspective ein und unterstrich die Fragilität des Planeten und die Notwendigkeit, über Grenzen hinweg an den Herausforderungen des nächsten Jahrhunderts zu arbeiten.

Bram Schot, aktueller Interims-CEO von Audi, teilte seine Perspektive auf die Herausforderungen für Audi und will mehr Platz für Innovation durch Mitarbeiter. Ein sehr sympathischer und souveräner Auftritt. Im Nachgang habe ich von einigen Audi-Mitarbeitern, unabhängig voneinander, den Wunsch gehört, dass Bram Schott als CEO im Unternehmen bleiben soll.

Die insgesamt zwölf Workspaces, von denen jeder Teilnehmer drei besuchen konnte, erstreckten sich über beide Tage und  behandelten Themen wie ‚How might we strengthen trust in autonomous vehicles and address ethical challenges?‘

Ich gehe nur kurz auf die drei Sessions ein, an denen ich teilnehmen konnte:

  • How might we improve in-car shopping experience while autonomous driving?
  • How might we use machine learning to improve safety and comfort?
  • How might we charge the future electric mobility?

How might we improve in-car shopping experience while autonomous driving?

Das Thema – ‚was mache ich mit meiner gewonnenen Zeit in autonomen Fahrzeugen? – ist schon von verschiedene n Firmen als Geschäftsmodell um die Mobilität der Zukunft identifiziert worden. Wir haben auf Basis von Personas Customer Journeys und Lösungen für Commerce in Autonomen Fahrzeugen besprochen. Dabei war das Thema ‚Being ahead of your physical body‘ unser Leitthema.

How might we use machine learning to improve safety and comfort?

Personalisierung über Machine Learning ist ein naheliegender Aspekt für das Thema Komfort und Entertainment. Unsere Diskussion ging in die Richtung soziale Interaktion während der Fahrt, Notfälle und Passenger Safety.

How might we charge the future electric mobility?

Der Workshop zum Thema Ladeinfrastruktur hat für mich kaum neue Einsichten gebracht. Ich denke, hier sind die Aufgaben recht klar für die Zukunft. Auch wenn es teils steile Thesen gab, dass die öffentliche Ladeinfrastruktur bereits heute ausreichend sei.

In allen Workshops waren neben den Workshop Hosts oft auch Audi-Produktmanager, Technologie-Experten und teilweise auch Mitarbeiter aus der Produktion dabei. Alle Workshops waren sehr gut vorbereitet und die Mitarbeiter von Audi schienen tief in der Materie zu sein. Die Workshop Hosts konnten einige neue Aspekt zu ihren Themen mitnehmen.

Der Eindruck nach der Veranstaltung ist, dass die Herausforderungen der Transformation von own zu share, von Auto-Hersteller zu Mobilitätsanbieter, von Öl zu Elektro zumindest bei Audi  erkannt wurden und mit einer zunehmenden Geschwindigkeit abgearbeitet werden. Wir werden sehen, wie der Stand im nächsten Jahr sein wird.

 

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