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JCrete – Eine Java Unkonferenz auf den Stränden Kretas

31.8.2014 | 3 Minuten Lesezeit

(Foto von Stephen Chin)

Vom 24. bis zum 29. August fand auf der griechischen Mittelmeerinsel Kreta die JCrete statt. Dies war die vierte jährliche Unkonferenz, welche von Heinz Kabutz und Kirk Pepperdine ins Leben gerufen wurde. Dieses Jahr fand die Veranstaltung in der Orthodox Academy of Krete statt. Wie der Direktor des OAK in seiner ungewöhnlichen Eröffnungsrede erläuterte verbindet die Abkürzung der Akademie sie eng mit Java, das in erster Version von James Gosling nach einer Eiche „Oak“ benannt wurde.


Dieses Event machen viele Faktoren zu einer der aussergewöhnlichsten Konferenzen:

  • Es ist keine Konferenz, sondern eine Unkonferenz. Das Programm wird von allen Teilnehmern gemeinsam gestaltet und geplant.
  • Die Teilnahme erfolgt ausschließlich auf Einladung. Jeder Teilnehmer muss etwas zur Unkonferenz beizutragen haben.
  • Jeden Tag gibt es familienfreundliche Freizeitaktivitäten, wie zum Beispiel Exkursionen zu Stränden, Sehenswürdigkeiten oder gemeinsames Abendessen.

Sessions

(Foto von Andres Almiray)

In großer Runde wurden Ideen und Vorschläge für Sessions von jedem Teilnehmer vorgestellt. Aus den so gesammelten Sessions haben wir dann das Programm für die folgenden 4 Tage zusammengestellt. In Summe fanden 50 Sessions statt, verteilt über 4 Tage. Hinzu kamen Hacking-Sessions am Strand, in der Hotelbar oder der Kapelle.

(Foto von Christoph Engelbert)

Sehr zu meiner Freude gab es viele Low-Level Java Sessions. So haben wir uns zu dem Benchmarking Framework JMH ausgetauscht, über Off-heap Datenstrukturen diskutiert und mehrfach JIT compilierten Assemblercode studiert.
Am Freitag wurde insbesondere Hardware gehackt: Lego Mindstorms mit Stephen Chin oder Tinkerforge mit meinem Kollegen Sven Ruppert.

Das Niveau war den Teilnehmern entsprechend recht hoch. Auf regulären Konferenzen wären die Diskussionen und Vorträge wohl in die Kategorie „Fortgeschrittener“, wenn nicht sogar „Experte“ gefallen.

Die Dokumentation zu den Sessions wuchs nach und nach auf der Unkonferenz Webseite.

Strände


Wer im Spätsommer nach Kreta fliegt, der erwartet warmes Wetter und schöne Strände. So wurden wir auch nicht enttäuscht. „Clouds 1.0“ wurden keine gesichtet und es war tagsüber bis 36 Grad heiß. Dementsprechend suchten viele JCretans Abkühlung im Meer, so dass auf vielen Exkursionen Strände wie der berühmte Strand von Balos aufgesucht wurden.

Alleine der Weg zum Strand von Balos ist ein Abenteuer: 10km unbefestigte „Hoppelpiste“, der sicherlich einige Stoßdämpfer der Leihwagen zum Opfer gefallen sind, sowie ein steiler Auf- und Abstieg zur Lagune sind zu bewältigen bevor man die Lagune genießen kann.
Für bequemere Badegäste stehen Taxi-Donkeys zur Verfügung. Die im Rechts abgebildeten „Esel“ wollten uns allerdings nicht tragen.
Wer glaubt, dass am Strand Urlaubsstimmung herrschte, irrt aber. Es wurden pausenlos Themen rund um Java diskutiert, ob auf der Sonnenliege oder beim Schwimmen.


Essen

Da wir alle „Speaker“ waren, fand jeden Abend ein Speaker Dinner statt. Es wurden typische griechische und kretanische Spezialitäten von mit Heinz befreundeten Lokalbesitzern serviert. Mit rund 100 hungrigen Mäulern waren wir sicherlich auch eine große Attraktion für die beschaulichen Gaststätten. So dinierten wir am Dienstag Abend in dem kleinen Dörfchen Afrata, dessen Einwohner uns kurzerhand eine Tafel auf dem Dorfplatz aufbauten um uns bewirten zu können. Es war immer sehr lecker und es gab auch reichlich Raki — Yammas!



Fazit

Eine erstklassige „Konferenz“ in einer fantastischen Lokation. Umfassendes Bild und Videomaterial hat Stephen Chin auf seiner Nighthacking Webseite bereitgestellt.
Ich komme sicher einmal wieder zur JCrete! Das Datum für nächstes Jahr steht auch schon fest: 20. bis 24. Juli 2015

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