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VR bist du? Ein Kreativtrip in virtuelle Welten

16.8.2020 | 2 Minuten Lesezeit

In der letzten Woche der NRW-Sommerferien fand in den Räumlichkeiten der VHS Hilden eine Projektwoche für junge Erwachsene ab 16 Jahren statt. In einer noch nie da gewesenen Kombination aus künstlerischem Gestalten, pädagogischem Anspruch, Videoproduktion und virtueller Realität bekamen die Teilnehmer eine einmalige Gelegenheit, sich mit ihren eigenen Kunstwerken zu identifizieren. Ich hatte das Vergnügen, als VR-Technikberater der VHS das Projekt zu planen, bei der Durchführung zu helfen und nachzubereiten. Und so lief es:

Tag 1: Modellieren einer Skulptur

Am ersten Tag war die Aufgabe: „Erschaffe eine Skulptur, mit der du dich in irgendeiner Form identifizieren kannst.“ Unter der Leitung von Kunsttherapeutin Tina Borrenkott entstanden je nach Geschmack Figuren, die eher an eine Maus oder eher an Gevatter Tod erinnerten. Dabei musste als Vorgabe die sogenannte „A-Pose “ oder die „T-Pose “ eingehalten werden, die für den späteren 3D-Scan relevant ist.

Tag 2: 3D Full Body Scan

Am nächsten Morgen wurden die Skulpturen vorsichtig verladen und nach Düsseldorf zur Firma doob gefahren, wo sie in einem Full Body Scanner digitalisiert wurden. Dieses Video zeigt das Verfahren im Detail. Währenddessen gab es für die Teilnehmer eine kurze Einführung von mir in die Technologie hinter stereoskopischer Bildgebung und VR.

Tag 3: Rigging & Storyboarding

Während doob die gescannten Figuren in geriggte Avatare umwandelte, gestalteten die Teilnehmer mithilfe von Medienpädagoge Vincent Beringhoff ein Storyboard für einen Kurzfilm, der in der virtuellen Welt spielen sollte. So entstanden kreative Ideen, wie die zur Verfügung stehende Umgebung genutzt werden kann und die möglichen Interaktionen in den Film eingebaut werden können.

Tag 4: Drehtag

Mit professioneller Unterstützung wurden reale Video-Aufnahmen und Aufnahmen in der virtuellen Welt gemacht, damit diese dann am letzten Tag zu einem schönen Ergebnisfilm zusammengeschnitten werden konnten. Für die virtuellen Aufnahmen war immer ein zusätzlicher Teilnehmer in der VR-Szene, der die Bewegungen der Skulpturen im selben Moment erfasste wie die reale Kamera den „Puppenspieler“.

Tag 5: VR-Postproduktion

Am Computer wurden schließlich reale und virtuelle Welt verschmolzen zum gemeinsamen Workshop-Ergebnis – ein einzigartiger Film nach dem Motto „Heute bin ich mal ein Kunstwerk“!

Fazit

Trotz erschwerter Bedingungen durch Corona, Temperaturen jenseits der 37° und technischer Probleme während der VR-Aufnahmen waren Teilnehmer und Orga-Team völlig begeistert. Die Motivation aller, dieses Neuland gemeinsam zu betreten und sich flexibel und spontan an alle Hindernisse anzupassen, ist phänomenal gewesen und ich bin stolz und glücklich, dass ich Teil des Teams sein durfte. Vielen Dank an alle Beteiligten!

Auf diese Weise habe ich VR noch nie erlebt. Ich fand es großartig! (Fynn Grothe, Schüler)

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