Meet The Experts Architektur – Open Space: Verwaltung des JAR Chaos

3 Kommentare

mte-architektur-jar-openspaceIn diesem Blogbeitrag fasse ich die Ergebnisse der sehr fruchtbaren Diskussion von Freitagabend zusammen. Auslöser für das Thema war Stefan Zörner der in seinem Vortrag über Modularität davor warnte die Kontrolle über Modularität, insbesondere die über externe Bibliotheken zu verlieren. Dieser Betrag soll nicht die Diskussion wiedergeben sondern nur die Ergebnisse dokumentieren:

  • OSGi ist ein sehr gutes Modulkonzept welches leider noch nicht im Javastandard enthalten ist. Leider wird es auch noch sehr lange dauern bis sich OSGi im Enterprise Umfeld durchsetzt. Die Hauptursache dafür dürfte in der schlechten Interoperabilität von altem Code und der veränderten Laufzeitumgebung, welche primär für den Betrieb Herausforderungen darstellt, zu liegen.
  • Man soll viele kleine Module für die eigene Software verwenden. Es gibt einige kleinere Vorteile, welche insgesamt die etwas erhöhten Entwicklungskosten aufwiegen.
  • Es ist absolut notwendig jemanden zu haben der den Überblick über alle verwendeten externen Bibliotheken behält.
  • Viele externe Bibliotheken zu haben, kann einige Probleme auslösen: Classloading, rechtliche, Dateigröße, Deployment Dauer, Arbeitspeicherverbrauch.
  • Maven oder Ivy lösen das Problem nicht aber helfen bei der Bewältigung ungemein.
  • Es ist empfehlenswert regelmäßig den Nutzen eingesetzter Bibliotheken auszuwerten. Kaum genutzter Code kann eventuell umgeschrieben werden um Bibliotheken zu reduzieren

Vielen Dank an alle Teilnehmer. Über 20 Teilnehmer zeigen klar, daß es wichtig ist Abhängigkeiten besser zu bewerten.

Fabian Lange ist Lead Agent Engineer bei Instana und bei der codecentric als Performance Geek bekannt. Er baut leidenschaftlich gerne schnelle Software und hilft anderen dabei, das Gleiche zu tun.
Er kennt die Java Virtual Machine bis in die letzte Ecke und beherrscht verschiedenste Tools, die JVM, den JIT oder den GC zu verstehen.
Er ist beliebter Vortragender auf zahlreichen Konferenzen und wurde unter anderem mit dem JavaOne Rockstar Award ausgezeichnet.

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Kommentare

  • Oliver Gierke

    Hallo Fabian,

    ich vermute im ersten punkt soll es heißen „… welches leider noch nicht…“ ;). Gute Zusammenstellung, klingt allerdings ein wenig danach als wäre OSGi das Allheilmittel. IMHO bringt OSGi zum einen einen nicht zu unterschätzenden Overhead und viele neue Probleme mit sich, vor denen man ohne OSGi nicht stand. Desweiteren braucht es um das Thema Modularität in den Griff zu bekommen nur ein Subset von OSGi, d.h. was kleineres mit vielleicht weniger „Nebenwirkungen“ wäre weitaus angenehmer. Hoffen wir auf Jigsaw? 😉

    Gruß
    Ollie

  • Stefan Zörner

    30. November 2009 von Stefan Zörner

    Schön, dass Euch der Vortrag Antrieb zu dieser Diskussion gegeben hat.

    Ich hätte zu dem Thema noch einen kleinen Artikel parat …

    Von Software-Messies und Jar-File-Schüttgut
    http://it-republik.de/jaxenter/news/Architekturen-dokumentieren-Von-Software-Messies-und-Jar-File-Schuettgut-048153.html

    Herzliche Grüße,
    StefanZ

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