Confess – Konferenzbericht

Keine Kommentare

Von 14.-16.04.2015 fand die Confess, eine Konferenz für Enterprise Software Lösungen, statt. Sie wurde im C3 Convention Center in Wien veranstaltet. Auf der Konferenz waren hervorragende Speaker, wie Anton Arhipov, Maarten Mulders und Michael Plöd.

Anton Arhipov ist Software-Entwickler und Produktmanager bei ZeroTurnaround. Er hielt zwei Vorträge. In seinen ersten Vortrag „Having fun with Javassist“ gab Arhipov Einblicke hinter die Kulissen von seinem Tool JRebel. Mit JRebel können Java-Entwickler ihre Web-Applikationen dynamisch deployen, ohne diese immer wieder neustarten zu müssen. Sein zweiter Vortrag hatte den Titel „Is your profiler speaking to you?“ und darin beschriebt er seine Beweggründe einen eigenen Profiler names XRebel zu schreiben.

Einen weiteren sehr interessanten Vortrag „ELK – BigData for DevOps“ hat Maarten Mulders gehalten. Der Niederländer gab Einblicke in seine Arbeit im DevOps Team einer Bank. Er sprach darüber, wie man es schafft sensible Finanzdaten mit dem ungeschützten ELK-Stack virtualisierbar zu machen und sich trotzdem an alle Restriktionen in einer Bank zu halten. Darin war eine lustige Anekdote enthalten, wie sich die Finanztransaktionen während eines Fußballspiels der niederländischen Nationalmannschaft entwickelt hat. Man sieht deutlich, wie während des Fußballspiels die Transaktionen zurück gehen und wie während der Halbzeit die Finanztransaktionen wieder ansteigen.

Maarten Mulders - ELK - BigData for DevOps

Michael Plöd war auch mit zwei Vorträgen auf der Confess vertreten. Er hielt einen Vortrag „Anatomy of Microservice Landscapes“ in dem er die Grundlagen von Microservice-Architekturen erklärt hat. Imposant war sein Vortrag „Best Practices for Caching“, darin zeigte er ein Hazelcast-Cluster aus RaspberryPIs.

caching

Natürlich war auch die codecentric mit einem Vortrag auf der Confess vertreten. Ich habe einen Microservice-Vortrag gehalten, in dem ich vorgestellt habe, wie man eine Microservice-Architektur für A/B Tests verwenden kann. Dazu habe ich anhand eines Online-Shops beschrieben, wie man eine bestehende monolithische Architektur in eine Microservice-Architektur überführen kann und welche Konsequenzen dies nicht nur auf die Struktur der Software sondern auch auf eine Vielzahl von IT-Prozessen hat. Zum Beispiel führen Microservices schnell zu einer komplexen Lieferkette mit mehreren Deployment Pipelines. Dann habe ich Konzepte vorgestellt, um die unterschiedlichen Teile der Software auch schnell und konsistent in unterschiedliche Umgebungen mithilfe von Unix-Paketen, Docker und Kubernetes provisionieren zu können. Außerdem wurden Konzepte zu den Themen Logging und dem Monitoring im Betrieb vorgestellt.

Ich möchte mich nochmal bei allen Zuhörern und den Veranstaltern der Confess bedanken. Die Konferenz war sehr gut organisiert und Konferenz-untypisch gab es auch gutes Essen. Auf Github finden Sie die Folien zu meinen Vortrag und die Beispiel Anwendung, die ich gezeigt habe. Wer den Vortrag verpasst hat, kann ihn am 23.06.2015 auf der Devoxx in Polen nochmal sehen. Dort sprechen auch andere hochkarätige Speaker über das Thema Microservice, wie z.B. James Lewis oder Sam Newman.

Bernd Zuther

Kampferprobter Projektveteran, der immer fokussiert auf die Lieferung von funktionierender Software in der vorgegebenen Zeit ist. Zu seinen stärksten Waffen gehören ein sicherer Umgang mit agilen Methoden wie Scrum und sein breit gestreutes IT-Wissen, das er gezielt dazu einsetzt, auch die schwierigsten Problemstellungen pragmatisch und einfach zu lösen.

Share on FacebookGoogle+Share on LinkedInTweet about this on TwitterShare on RedditDigg thisShare on StumbleUpon

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.