Augmented Reality 2018 – Das erwartet uns!

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Die Landschaft der Augmented Reality erstreckt sich von Marketing bis Medizin, benutzt Brillen, Smartphones und zukünftig vielleicht sogar Smart Rings. Deutsche Firmen investieren hunderte von Millionen Euro. Abseits von Pokémon GO gibt es viele praktische Anwendungsbereiche von Präsentation bis Konstruktion.

Die Fakten hinter dem Augmented Reality Hype

Verteilung der ARKit Apps nach Genre

Quelle: http://bit.ly/2nubcqf

Augmented Reality (aus dem lateinischen augmentare: fördern, vermehren) beschreibt die Anreicherung der realen Welt durch virtuelle Elemente. Technisch bedeutet das: Am Computer generierte 3D-Modelle können mit Hilfe eines Smartphones oder einer speziellen Brillen in die Umgebung des Betrachters gebracht werden. Ist diese „Anreicherung“  aber auch eine „Bereicherung“?

Anzahl Jahre für ein Produkt um 50 Millionen User zu erreichen

Quelle: http://bit.ly/2xuS12F

Blickt man auf die Verteilung von Augmented Reality, z. B. in Apple’s App Store , so finden sich 30 % Spiele, aber nur ca. 12 % „Werkzeuge“ (Utilities).

Allen voran Pokémon GO, eine App, in der man virtuelle Fantasiewesen fängt und die den derzeitigen Rekord bei der Eroberung des Marktes hält: Waren es beim Flugzeug noch 68 Jahre, um 50 Millionen Nutzer zu erreichen, so schaffte es Pokémon GO in nur 19 Tagen. Savin Gatchalian prognostiziert, dass Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) in 2017/18 die 50 Millionen Nutzer Marke überschreiten. Deutsche Unternehmen werden laut einer Studie von Deloitte im Jahr 2020 knapp 850 Millionen Euro in AR und VR investieren.

Explosionszeichnung mit Augmented Reality

Quelle:http://bit.ly/2BFreCP

Von Marketing bis Medizin

Ein weiterer typischer Anwendungsfall aktueller AR-Anwendungen ist die Präsentation von Objekten. Diese dient vor allem Marketing-Zwecken: Ob Autos, Flugzeuge, Konzerte oder Kunstwerke [1,2] – fast alles lässt sich mit AR ins heimische Wohnzimmer stellen. Wie zum Besipiel mit der Ikea-App „IKEA Place“. Da kann man gleich sehen, ob die Farbe passt oder das neue Sofa zu wuchtig wirkt.

Maschinen können virtuell komplett zerlegt werden, ohne sich die Finger schmutzig zu machen oder beim wieder Zusammensetzen ein paar Schrauben übrig zu haben. Aber braucht man dafür das Kamerabild seines Smartphones im Hintergrund? Interessanter wird es, wenn zum Beispiel bei dem neuen Kaffee-Vollautomat die Wartung per Augmented Reality statt mit der gedruckten (und womöglich schlecht übersetzten) Bedienungsanleitung durchgeführt werden kann. Auch kompliziertere Maschinen wie Heizungsanlagen lassen sich mit Unterstützung eines Operators, der per AR-Videokonferenzen zugeschaltet ist, auch durch Laien reparieren. Hierfür benötigt man dann aber sinnvollerweise eine Brille, um beide Hände frei zu haben.

Überhaupt haben Brillen in Industrie [3,4] und Medizin ein großes Potential. Hier wächst der Markt durch die Microsoft Hololens, die Magic Leap One und viele weitere Anbieter im Moment sehr stark an.

Konstruktion mit Rohrverbindern in Augmented Reality

ModulARe Konstruktionen

Ein bisher noch wenig bekannter Anwendungsfall ist das Konstruieren mit Hilfe von Augmented Reality:

Viele Unternehmen bieten Kataloge von Systemkomponenten an, die oft noch auf Papier zu Konstruktionen zusammengestellt und dann dem zukünftigen Kunden zur Verfügung gestellt werden. Dabei entsteht viel manueller Aufwand durch Anfahrt, Aufmaß, Konstruktion und Kommunikation mit dem Kunden.

Solche modularen Systeme finden sich zum Beispiel im Gerüst-, Bühnen- und Messebau, bei Rohrleitungs- oder -postsystemen, Rohrverbindern, in der Fördertechnik oder beim Kücheneinbau. Auch bei der Konstruktion von Häusern sind modulare Konstruktionen auf dem Vormarsch.

Mit Hilfe von Augmented Reality können diese Konstruktionen in die zukünftige Umgebung eingepasst und mögliche Konflikte bereits im Vorfeld ermittelt werden. Anschließend lassen sich Stücklisten oder Bestellungen direkt aus der Applikation auslösen. Die codecentric hat sich für 2018 vorgenommen, in diesem Bereich ein weiteres Mal Technologieführer zu werden. Weitere Informationen dazu gibt es auf unserer Homepage.

Ausblick

Wie geht es weiter mit AR? Hier ein paar willkürlich ausgewählte Schlaglichter zum Stöbern für Visonäre:

Man darf gespannt sein, was als nächstes kommt. Vielleicht können demnächst Holoprojektoren dreidimensionale Bilder in die Umgebung projizieren – so wie in George Lucas‘ Science-Fiction-Klassiker „Star Wars“ der kleine Roboter R2D2 ein dreidimensionales Bild von Prinzessin Leia sagen lässt: „Helft mir, Obi-Wan Kenobi! Ihr seid meine letzte Hoffnung!“

Referenzen

[1] http://www.augsburger-allgemeine.de/neu-ulm/Als-die-Bilder-leben-lernten-id43976821.html
[2] http://noe.orf.at/news/stories/2890654/
[3] https://futurezone.at/b2b/so-funktioniert-eine-smarte-fabrik/307.962.415
[4] https://www.pressebox.de/pressemitteilung/contitech-ag/ContiTech-veroeffentlicht-neue-App-fuer-den-Kfz-Ersatzmarkt/boxid/721163

Christian ist seit mehr als 15 Jahren Produktmanager für Softwareanwendungen aus verschiedenen Branchen und Agilist aus Leidenschaft. Er ist Experte für große Unternehmensstrukturen und komplexe Projekte und Verfechter von Wertschöpfungsgedanken und Customer-First-Attitude. Christian führt unsere Kunden durch das gesamte codecentric-Portfolio, von der Ideengenerierung bis zum Betrieb der fertigen Lösung als partnerschaftlicher Begleiter.

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